Pipettieren einer Probe in eine Mikrotiterplatte im Praxislabor

MRT der Prostata – Ablauf, Kosten und Alternativen

Das Prostata-MRT – verständlich erklärt aus Urologen-Perspektive.

Ihr Urologe hat ein MRT empfohlen – und Sie haben Fragen: Was passiert bei der Untersuchung, was bedeutet das Ergebnis, wer trägt die Kosten? Wir erklären das Prostata-MRT aus der Perspektive des Urologen, der den Befund bewertet und über die nächsten Schritte entscheidet.

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Prostata-Diagnostik beginnt beim Urologen.

Sie haben Fragen zu Ihrem MRT-Befund, einem auffälligen PSA-Wert oder den nächsten diagnostischen Schritten? Wir nehmen uns Zeit für Ihr Anliegen.

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Häufige Fragen zum Prostata-MRT

Wie aussagekräftig ist ein MRT der Prostata?

Das multiparametrische MRT gehört zu den aussagekräftigsten bildgebenden Verfahren für die Prostata. Die negative Vorhersagekraft – also die Sicherheit, mit der ein unauffälliges MRT tatsächlich Entwarnung gibt – lag in der PROKOMB-Studie bei 96 % nach drei Jahren.

Kann man im MRT sehen, ob ein Tumor bösartig ist?

Nein. Das MRT zeigt verdächtige Areale, kann aber nicht sicher zwischen gut- und bösartig unterscheiden. Dafür ist eine Gewebeprobe notwendig. Der entscheidende Vorteil des MRT: Es ermöglicht eine gezielte Biopsie statt einer Blindbiopsie.

Muss ich für das Prostata-MRT nüchtern sein?

Nein. Eine Nahrungskarenz ist nicht erforderlich. Empfohlen wird eine Darmvorbereitung am Untersuchungstag (Zäpfchen oder kleiner Einlauf) sowie der Verzicht auf Samenerguss drei Tage vor dem Termin.

Wie weit muss ich in die Röhre?

Beim Prostata-MRT wird der Beckenbereich untersucht. Sie liegen mit den Füßen voran in der Röhre. Bei den meisten Geräten bleibt der Kopf außerhalb oder am Rand der Öffnung.

Warum ist das Prostata-MRT keine Kassenleistung?

Der G-BA hat noch keine abschließende Nutzenbewertung des Verfahrens vorgenommen. Die S3-Leitlinie empfiehlt das MRT zwar bereits vor jeder Biopsie, die formale Aufnahme in den Leistungskatalog der gesetzlichen Kassen steht aber noch aus. Einzelfallanträge sind möglich.

Warum überweist mein Urologe mich zum MRT?

Weil das MRT vor einer Biopsie zeigen kann, ob und wo verdächtige Bereiche in der Prostata liegen. Als Urologen stellen wir die Indikation, überweisen an eine spezialisierte Radiologie und ordnen das Ergebnis anschließend ein. So lassen sich unnötige Biopsien vermeiden – und notwendige Biopsien werden gezielter.