In AUA-Leitlinie 2023 aufgenommen · Ejakulationserhalt in allen prospektiven Studien

iTIND: Minimalinvasive BPH-Behandlung ohne OP

Gewebeumformung statt Gewebeentfernung – mit Erhalt der Ejakulation.

iTIND ist ein temporäres Implantat aus Formgedächtnismetall, das für wenige Tage in die Prostata eingesetzt wird und die Harnröhre durch gezielten Druck erweitert. Kein Gewebe wird geschnitten oder abgetragen – zurück bleibt eine erweiterte Harnröhre.

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KriteriumiTINDGreenlight-LaserRezumTURP
InvasivitätSehr gering (Umformung)Mittel (Verdampfung)Gering (Wasserdampf)Hoch (Resektion)
NarkoseSedierung / LokalNarkose / SpinalSedierung / LokalNarkose / Spinal
EjakulationserhaltJa (~100 %)Nein (retrograde Ejakulation häufig)Ja (hoch)Nein (~65 % retrograde Ejakulation)
KatheterzeitKein Dauerkatheter (Faden 5–7 Tage)1–2 Tage3–7 Tage2–3 Tage
GewebeentfernungNeinJaJa (thermisch)Ja
Prostatagröße25–75 mlKeine Obergrenze30–80 mlKeine Obergrenze
Permanentes ImplantatNeinNeinNeinNein
Medianer LappenKontraindikationMöglichMöglichMöglich
Wirkungseintritt4–6 WochenSofort2–4 WochenSofort
LangzeitdatenBis 79 Monate>10 Jahre5 Jahre>20 Jahre

Persönliche Beratung bei Prostatavergrößerung

Wir beraten Sie individuell zu Ihren Behandlungsmöglichkeiten – von der Diagnose bis zur Therapieempfehlung.

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Häufige Fragen zu iTIND

Wie lange dauert der iTIND-Eingriff?

Das Einsetzen des Implantats dauert wenige Minuten und erfolgt ambulant unter Sedierung oder örtlicher Betäubung. Das Implantat verbleibt 5 bis 7 Tage in der Prostata und wird dann in einem zweiten kurzen ambulanten Termin entfernt.

Bleibt der Samenerguss nach iTIND erhalten?

Ja. In allen prospektiven Studien blieb die Ejakulation vollständig erhalten. Eine separate Analyse der sexuellen Funktion (Elterman et al. 2022) bestätigte, dass weder Anejakulation noch vermindertes Ejakulationsvolumen auftraten [5]. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu operativen Verfahren wie der TURP.

Wird iTIND von der Krankenkasse bezahlt?

Beide Verfahren sind minimalinvasiv und schonen die Ejakulation. Der Unterschied liegt im Wirkprinzip: iTIND formt das Prostatagewebe durch mechanischen Druck um – es wird kein Gewebe zerstört. Bei der Wasserdampftherapie (Rezum) wird Gewebe durch Wasserdampf thermisch abgetragen. Rezum hat eine breitere Datenbasis und ist auch bei einem obstruktiven Mittellappen einsetzbar.