Über 3.000 Fusionsbiopsien · Charité-erfahrene Urologen · Cash et al. 2015 (Paper des Jahres)

MRT-Fusionsbiopsie der Prostata in Berlin

Gewebeentnahme durch den Damm – präzise, ohne Infektionsrisiko.

Die MRT-Fusionsbiopsie überlagert MRT-Bilder mit Echtzeit-Ultraschall und punktiert gezielt verdächtige Areale der Prostata. Unsere Ärzte haben diese Technik ab 2013 an der Charité eingeführt und über 3.000 Biopsien durchgeführt – Jahre bevor sie Leitlinien-Standard wurde.

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Ihre Vorteile auf einen Blick

Höhere Treffsicherheit

MRT-Daten und Echtzeit-Ultraschall werden fusioniert. Verdächtige Areale werden auf den halben Millimeter genau punktiert statt zufällig getroffen. In einer Studie an 318 biopsie-naiven Patienten lag die Gesamt-Detektionsrate bei 77 Prozent (Cash 2018).²

Kein Infektionsrisiko

Die Nadel durchdringt die Haut, nicht die Darmwand. Das Risiko für Prostata-Infektionen und Blutvergiftungen entfällt. Eine Antibiotika-Einnahme vor dem Eingriff ist nicht nötig.

Einsatz des Mikro-Ultraschalls

Bei jeder Biopsie ergänzen wir die Fusion mit dem hochauflösenden Mikro-Ultraschall (29 MHz). Diese zusätzliche Bildgebung kann Areale sichtbar machen, die im MRT nicht aufgefallen sind

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Unsere Ärzte haben die MRT-/Ultraschall-Fusionsbiopsie ab 2013 an der Charité Berlin eingeführt und wissenschaftlich begleitet – Jahre bevor sie 2022 zum Leitlinien-Standard wurde. Heute führen wir jährlich hunderte Fusionsbiopsien durch den Damm durch: ohne Infektionsrisiko und dank Einsatz des Mikro-Ultraschalls mit höchster Präzision.

Gezielte Diagnostik bei Verdacht auf Prostatakrebs

Unsere Ärzte beraten Sie zu Ihren Befunden und empfehlen den nächsten Schritt.

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Ihre Ansprechpersonen

Charité-erfahrene Urologen mit Schwerpunkt Prostata-Diagnostik und Fusionsbiopsie.

Prof. Dr. med. Hannes Cash

Prof. Dr. med. Hannes Cash

Facharzt für Urologie

Mikro-Ultraschall · Medikamentöse Tumortherapie · Lasertherapie · Prostata-Diagnostik

Dr. med. John Buckendahl

Dr. med. John Buckendahl

Facharzt für Urologie

Mikro-Ultraschall · Medikamentöse Tumortherapie · Lasertherapie · Andrologie

Dr. med. Anja Herold

Dr. med. Anja Herold

Fachärztin für Urologie

Krebsvorsorge · Uro-Onkologie · Urologie der Frau

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Häufige Fragen zur Fusionsbiopsie

Ist eine Fusionsbiopsie schmerzhaft?

Nein. Der Eingriff findet unter Kurznarkose statt – Sie spüren nichts. Nach dem Aufwachen kann ein leichtes Druckgefühl im Dammbereich auftreten, das in der Regel rasch abklingt. Schmerzmittel sind selten nötig.

Welche Risiken hat eine Fusionsbiopsie durch den Damm?

Das größte Risiko der klassischen transrektalen Biopsie – eine Infektion durch Darmbakterien – entfällt beim perinealen Zugangsweg vollständig. Es ist keine Antibiotika-Prophylaxe nötig. Leichte Blutbeimengungen im Urin oder Sperma können in den Tagen nach dem Eingriff auftreten und sind harmlos. Schwerwiegende Komplikationen sind sehr selten.

Wie unterscheidet sich die Fusionsbiopsie von einer normalen Biopsie?

Bei der herkömmlichen Biopsie werden Gewebeproben systematisch aus verschiedenen Bereichen der Prostata entnommen – ohne gezielte Steuerung. Die Fusionsbiopsie ergänzt diese systematische Entnahme um die gezielte Punktion der im MRT auffälligen Areale. Die Treffsicherheit für klinisch relevante Karzinome steigt dadurch deutlich. Ein weiterer Unterschied: Bei ProUro erfolgt der Zugang über den Damm statt über den Enddarm, was das Infektionsrisiko eliminiert. Ein Überblick über alle diagnostischen Verfahren findet sich unter Prostataerkrankungen im Überblick.

Ist eine MRT-gesteuerte Biopsie besser als eine Fusionsbiopsie?

Die Begriffe werden unterschiedlich verwendet. Eine „In-Bore"-Biopsie findet direkt im MRT-Gerät statt – aufwendig, teuer und in der Verfügbarkeit begrenzt. Die Fusionsbiopsie verbindet die Stärke der MRT-Bildgebung mit der Flexibilität des Ultraschalls: Der Arzt sieht die MRT-Daten in Echtzeit und kann frei navigieren. Studien zeigen vergleichbare Detektionsraten für beide Verfahren.⁵ Die Fusionsbiopsie ist der in Leitlinien empfohlene Standard.

Wann bekomme ich das Ergebnis meiner Fusionsbiopsie?

Die Gewebeproben werden im pathologischen Labor untersucht. In der Regel liegt das Ergebnis nach 3 bis 5 Werktagen vor. Wir besprechen den Befund persönlich mit Ihnen – telefonisch oder in einem Folgetermin – und empfehlen bei Auffälligkeiten gemeinsam die nächsten Schritte, etwa zur Diagnose eines Prostatakarzinoms.